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von TF👤

Wer am Gehalt seiner Mitarbeiter spart, spart nicht wirklich

Carsten Maschmeyer, deutscher Investor und Unternehmer, hat eine Überzeugung, die in Boardrooms nicht oft laut ausgesprochen wird. Wer an Gehältern spart, spart nicht. Wer an gut ausgebildeten, engagierten Menschen spart, zahlt die Differenz später — in Fluktuation, in Fehlerkosten, in verpassten Entscheidungen. Das ist nicht neu. Jeder erfahrene Investor weiß es. Nur sprechen viele darüber, als wäre Gehalt eine Kostenlinie, nicht eine Investition.

Das ist der entscheidende Punkt: Gehalt ist keine Kostenlinie. Es ist eine Investition. Und wie bei jeder Investition gilt — wer zu billig kauft, verkauft sich am Ende teuer.

Nehmen Sie eine Szene aus hundert Mittelstands-Unternehmen. Es ist Herbst, und die Marginen sind wieder unter Druck. Der Finance-Vorstand sagt: Sparen, wo es keine Kunden sieht. Personalkostenbudget senken. Gehälter halten oder nachziehen? Eher nicht in diesem Zyklus.

Was passiert dann? Der beste Developer geht. Die erfahrene Projektleiterin folgt ihm nach Monat zwei. Die restliche Person, die geblieben ist, hat jetzt zwei Jobs und weiß, dass sie unterboten wird. Sie macht ihre Arbeit, aber nicht mit der Aufmerksamkeit, die kostbare Entscheidungen verdienen. Neuerdings passieren Fehler, die vorher nicht vorkamen. Und plötzlich ist nicht die Personalkostenquote das Kostenproblem — es sind die Fehler, die die Fluktuation hinterlassen hat.

Das ist kein Pech. Das ist Mathematik.

Maschmeyer hat gute Erfahrungen mit gut bezahlten Menschen. Das klingt wie Überzeugung, nicht wie Statistik — und das ist es auch. Aber dahinter steckt etwas, das man ernst nehmen sollte: Menschen, denen man das Signal gibt, dass ihre Arbeit wertvoll ist, arbeiten anders. Sie bleiben. Sie denken mit. Sie machen Entscheidungen, nicht nur Aufgaben. Und wenn die Fluktuation sinkt, sinken auch die Ersatzkosten, die Onboarding-Kosten, die Fehlerkosten, die Verzögerungskosten. Die Gesamtrechnung sieht schnell anders aus.

Das ist nicht sentimental. Es ist nachhaltig.

Hier ist das Interessante: Apuna lebt diese Überzeugung bereits. Das Unternehmen veröffentlicht seine Gehälter offen. Nicht als Marketingtrick, sondern als operative Realität. Und der Freelancer-Kostenaufschlag? Es gibt keinen. Apuna gibt das weiter, was Freelancer kosten — transparent, plus Betriebskosten, sonst nichts. Das heißt: Kunden zahlen für die Arbeit, nicht für ein Markup-Spiel. Und die Menschen, die für Apuna arbeiten, sehen sofort, dass die Rechnung gerade läuft.

Das ist der umgekehrte Weg — nicht sparen auf dem Gehalt, sondern sparen auf der Verschleierung.

Vielleicht ist das der erste Test für einen Investor oder einen Manager: Würde ich mein Gehalt offen veröffentlichen? Würde ich die volle Kostenstruktur meines Geschäfts offen zeigen? Wenn die Antwort nein ist, lohnt es sich zu fragen, warum. Denn die Transparenz ist nicht das Risiko. Die Intransparenz ist das Risiko. Der Mensch, der schlecht bezahlt wird und nicht weiß, warum, ist der teuer bezahlte Mensch, der gegangen ist.

Gehalt ist Investition. Transparenz ist Vertrauen. Vertrauen ist das, was übrig bleibt, wenn alle anderen Tricks nicht mehr funktionieren.

*TF berät bei Apuna in Fragen der kommerziellen Positionierung und Markteinführung. Sein Hintergrund erstreckt sich über Geschäftsführung, Automobil- und Agrarwirtschaft, Supply-Chain, Managementberatung und internationale Geschäftstätigkeit in Europa, den USA, Japan, Osteuropa und China.*